Google Deutschland: Fortschritt im Fokus

Deutschland ist für Google einer der wichtigsten Standorte in Europa. In Hamburg, Berlin, München und Frankfurt arbeiten fast 2000 Mitarbeiter an Kernthemen wie Datenschutz und künstlicher Intelligenz. Zugleich fördert Google mit verschiedenen Initiativen die Digitalisierung der Gesellschaft

Als sich die Holding von Google vor einigen Jahren in »Alphabet« umbenannte, sorgte das am Standort Hamburg für Schmunzeln: Google hat hier schon seit 2003 seinen Sitz in der ABC-Straße. Und der Legende zufolge inspirierte die ungewöhnliche Anschrift die Namenswahl im Silicon Valley. Aber auch sonst ist die Hansestadt ein besonderer Standort: Die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page machten Hamburg vor fast 20 Jahren zum Hauptsitz in Deutschland und zum ersten Ableger auf dem europäischen Festland überhaupt.

Der Standort Hamburg:
Von Marketing bis Recht

Das Google-Gebäude in der ABC-Straße fügt sich unauffällig in die Hamburger Innenstadtarchitektur ein. Innen aber geht es bunt zu: Jede Büroetage folgt einem anderen Motto. Im Stockwerk »Wasser« gibt es einen Konferenzraum, der wie das Innere eines Wals gestaltet wurde, auf der »Musik«-Ebene vermittelt sich die Atmosphäre eines Tonstudios. Arbeiten können die Mitarbeiter unter anderem auch im »Holthusenbad«, einem Raum mit dem Ambiente eines Swimmingpools, in dem das Wasser allerdings durch Schaumstoffwürfel ersetzt wurde. Auf den zehn Stockwerken arbeiten Googles Experten für Personal, Marketing, Kommunikation, Finanzen und Recht. Die meisten der rund 600 Mitarbeiter in der Hansestadt widmen sich aber dem Vertrieb und unterstützen zum Beispiel Großkunden bei deren Onlinemarketing-Aktivitäten.

Der Standort Berlin:
Von Politik bis KI

In Berlin arbeiteten die Googler viele Jahre nur als »Untermieter« in Bürogebäuden Unter den Linden. Erst 2019 bezogen sie ein neues Zuhause im denkmalgeschützten Gropius-Ensemble an der Tucholskystraße. Auf 8500 Quadratmetern finden dort bis zu 300 Mitarbeiter Platz. Aktuell arbeiten in der Hauptstadt schon 200 Googler, unter anderem aus den Bereichen Cloud, Lokalisierung, Marketing, Public Policy, Vertrieb, Google for Startups und YouTube. KI-Spezialisten betreiben gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen in der ganzen Welt Grundlagenforschung zu künstlicher Intelligenz und Machine Learning.

youtube google

Seit Kurzem ist auch der YouTube Space im denkmalgeschützten Gropius-Ensemble beheimatet (links). Ein historischer Hörsaal der einstigen Charité-Frauenklinik wird heute für Veranstaltungen genutzt.

Auch der YouTube Space, der unter anderem Studios und Kameraequipment für Videoproduktionen bietet, ist in dem historischen Gebäude zu Hause, in dem einst die Frauenklinik der Charité untergebracht war. Ein Hörsaal aus dieser Zeit blieb beim Umbau durch Architekt Sir David Chipperfield erhalten.

Der Standort München:
Globales Sicherheitszentrum

Seit 2006 hat Google auch eine bayerische Postanschrift. Der lokale Bezug wird gepflegt, bis heute bekommt jeder neue Mitarbeiter in München einen Google-Bierkrug zur Begrüßung. Standortleiter und Entwicklungschef Wieland Holfelder begann im Jahr 2008 mit dem Aufbau eines lokalen Teams, das heute internationale Bedeutung hat. In München entstehen die Google-Lösungen, die weltweit Sicherheit und Datenschutz gewährleisten. Viele der rund 1200 Mitarbeiter am inzwischen größten deutschen Standort entwickeln zum Beispiel die Sicherheitsarchitektur von Anwendungen wie dem Chrome-Browser oder dem Google-Konto weiter. Der Austausch zwischen Bayern und Kalifornien ist rege: Immer wieder verlagern Informatiker und Softwareentwickler ihren Lebensmittelpunkt für einige Zeit von den USA an die Isar, um gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen in Deutschland zu arbeiten. Zugleich hat Google in den letzten Jahren massiv in den Ausbau des Münchner Standorts zum weltweiten Datenschutzzentrum investiert. Im Mai 2019 eröffnete hier das Google Safety Engineering Center (GSEC). Die Mission dieses globalen Zentrums ist es, einen sicheren Rahmen für das Internet der Zukunft zu schaffen. Zudem entstehen im ehemaligen Postpalast in absehbarer Zukunft rund 41 000 Quadratmeter Bürofläche für rund 1500 zusätzliche Arbeitsplätze.

Für mich steht fest, dass Deutschland mit seinen Talenten, seinem hervorragenden Bildungssystem und seiner Leidenschaft für Informatik und Technik in diesem Bereich eine großartige Zukunft bevorsteht. Wir wissen jedoch, dass vielen Menschen in Deutschland – wie auch in den meisten anderen Ländern – die essentiellen Fähigkeiten fehlen, um sich als Teil dieser schnell wachsenden, technikzentrierten Wirtschaft zu fühlen

Philipp Justus Vice President Google Central Europe und General Manager Google Deutschland

Digitale Fähigkeiten für alle

In München, Berlin und Hamburg ist Google nicht nur mit Büros vertreten. An diesen drei Standorten und bei wochenweisen Workshop-Angeboten in vielen weiteren deutschen Städten werden regelmäßig die Vor-Ort-Trainings der Google Zukunftswerkstatt abgehalten. Und damit nicht genug: Google Zukunftswerkstatt bietet auch zahlreiche Onlinekurse zur digitalen Bildung. Die Angebote reichen von Schulungen im Onlinemarketing und Programmieren bis hin zu Hilfestellungen für erfolgreiches Bewerben und produktiveres Arbeiten. Bis heute hat die Initiative mehr als einer halben Million Menschen geholfen, neue digitale Kompetenzen zu erwerben – mit erheblichen positiven Effekten für Karrieren, Unternehmen und die deutsche Wirtschaft. Laut den Ergebnissen einer seit 2016 laufenden europaweiten Studie haben bislang mehr als 13 500 Teilnehmer der Google Zukunftswerkstatt einen anderen Job gefunden, eine Beförderung erhalten oder ein neues Unternehmen gegründet. Mehr als 43 000 Kleinunternehmen sind nach dem Besuch der Google Zukunftswerkstatt geschäftlich gewachsen.

Technologie für eine bessere Gesellschaft

Neben dem digitalen Fortschritt in der Wirtschaft unterstützt Google auch Menschen, die sich ehrenamtlich für ihre Mitbürger, Kultur und Umwelt einsetzen – in Deutschland sind das mehr als 30 Millionen. An sie richtet sich zum Beispiel die Google.org Impact Challenge, die hierzulande bereits zweimal stattfand. Der Wettbewerb zeichnet Ideen aus, die gesellschaftliches Zusammenleben mithilfe von Technologie etwas besser machen können – ganz egal, ob mittels einer App, einer Website oder auf andere innovative Art und Weise. Beim letzten Mal zogen 100 gemeinnützige Initiativen ins Finale ein, 50 erhielten als Gewinner bis zu 500 000 Euro Fördermittel für ihre Projektideen. Unabhängig davon unterstützt Google in Deutschland zahlreiche weitere Initiativen, unter anderem für digitale Bildung und Sicherheit sowie gegen Hass und Mobbing im Internet.

Fotos: Markus Mielek (2), Eva Häberle (2), Thomas Eugster (2), Google LLC/Christian Rudnik (2), Patrick Desbrosses, LÊMRICH

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