Nachhaltige Wirkung: Googles Einsatz für die Umwelt

Klima- und Umweltschutz stehen seit Jahren bei Google auf der Agenda. Aktiv getragen werden diese Werte von Mitarbeitern, die sich selbst »Greengler« nennen. Hier beschreiben vier von ihnen ihr nachhaltiges Engagement in Deutschland

Regenwasser wird auf dem Dach gesammelt und für die Toilettenspülungen verwendet, Plastikflaschen verschwinden aus den Büros, wer mit dem Fahrrad zur Arbeit kommt, findet einen Stellplatz: Nachhaltigkeit beginnt bei Google im Detail und sie reicht bis zum großen Ganzen. Seit 2007 arbeitet Google klimaneutral und als eines der weltweit ersten Unternehmen dieser Größe glich Google seinen gesamten Stromverbrauch weltweit mit erneuerbarer Energie aus.

Darüber hinaus unterstützt Google Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich in lokalen und globalen Initiativen für Nachhaltigkeit engagieren: Mehr als 1200 selbst ernannte Greengler setzen sich in den Google-Büros weltweit für den Schutz des Planeten ein. Sie können dafür die Freiräume nutzen, die ihnen Google mit flexiblen Arbeitszeiten und der »20-Prozent-Regel« bietet: Diese erlaubt es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bis zu 20 Prozent ihrer Arbeitszeit für Projekte zu verwenden, die nichts mit ihrer Tagesarbeit zu tun haben. Seit zehn Jahren organisiert Google zudem immer im Juni die Freiwilligenkampagne »Google Serve«, bei der Googler auf der ganzen Welt in lokalen, gemeinnützigen Projekten zusammenarbeiten.

Standort Hamburg

Im Februar 2019 gründete Katja Henkel, Strategic Partner Development Manager für Google Pay, die Hamburger Greengler-Gruppe. Inspiriert wurde sie in einem virtuellen Treffen von Greenglern aus der ganzen Welt. »Das grüne Gen habe ich schon immer in mir«, sagt Katja Henkel. »In meiner Familie haben wir stets recycelt und saisonal eingekauft.« Henkel ist Vegetarierin, fährt innerhalb Europas nur mit dem Zug, nutzt Ökostrom und unterstützt nachhaltige Organisationen.

Gleich zu Beginn ihres Engagements beschäftigten sich die Hamburger Greengler mit den Wasserflaschen aus Plastik, die den Kollegen viele Jahre in den Küchen der Büros zur Verfügung standen. Inzwischen wurden sie fast komplett abgeschafft: Jeder »zapft« sein Wasser selbst aus Wasserspendern. Das Modell setzt sich nun auch an anderen Orten durch. »Unsere Themen bewegen alle Standorte«, sagt Katja Henkel. »Es ist nur sinnvoll, wenn wir uns vernetzen und gegenseitig inspirieren.«

Wir inspirieren nicht nur die 600 Googler am Standort Hamburg, sondern auch deren Familien und Freunde

Katja Henkel Strategic Partner Development Manager für Google Pay

Mindestens einmal im Monat treffen sich die Hamburger Greengler und tauschen sich aus. Anfangs, erzählt Katja Henkel, habe der Mail-Verteiler 30 Googler erreicht, nun stünden mehr als 80 in der Empfängerliste. »Unser Ziel ist es, das grünste Büro der Stadt zu werden.« Vier Projektgruppen befassen sich mit Mobilität, Ernährung und Nachhaltigkeit im Büro, eine Green-Data-Gruppe zeigt Kolleginnen und Kollegen, wie sie ihre CO2-Fußabdrücke ausrechnen. »Wir inspirieren nicht nur die 600 Googler am Standort Hamburg«, sagt Katja Henkel, »sondern auch deren Familien und Freunde.« Aus dem ersten Event der Hamburger Greengler, dem Environment Day, wurde mit Unterstützung von Google eine ganze Umweltwoche, mit Vorträgen über Ernährung und Elektrofahrzeugen zum Ausprobieren. Im Rahmen von Google Help organisierte ein Hamburger Greengler im Juni 2019 eine Veranstaltung mit dem BUND NaturErlebnisGarten im Inselpark Wilhelmsburg, bei dem Lebensräume für Bienen gewartet und Beete für Lehrzwecke erneuert wurden.

Standort Berlin

Nathan Kiner arbeitet seit einem halben Jahr als Technical Program Manager bei Google Research in Berlin und gehört auch zu den Greenglern. Er treibt Projekte vor allem aus analytischer Sicht voran und bringt wertvolle Erfahrung aus Irland mit: In seiner Zeit bei Google in Dublin arbeitete er mit dem Stadtrat und der Universität an einem Online-Tool, das auf einer Google-Maps-Karte Emissionswerte und -quellen anzeigt. Inzwischen helfen solche Daten auf der ganzen Welt den Kommunen bei der Stadtplanung.

Die Berliner Greengler wollen ihre Kolleginnen und Kollegen demnächst spielerisch zu mehr Nachhaltigkeit aufrufen und zum Beispiel das beste vegane Rezept oder den schönsten grünen Balkon küren. Geplant sind auch Online-Vorträge zu richtigem Recycling im Büro oder zum Einsparen von Energie und Verpackungsmüll, zu denen sich Googler von allen Standorten zuschalten können. Unter anderem für die Auftritte solcher Speaker stellt Google den Greenglern ein Budget zur Verfügung.

Standort München

Im Rahmen der »20-Prozent«-Projekte entstehen seit 2019 global immer mehr Ideen für mehr Nachhaltigkeit. So erzählen es Eva Ries aus dem Sales Team für Google Marketing Platform und Jess Penkhues aus dem Recruiting für Software Engineers. Beide engagieren sich privat schon geraume Zeit nachhaltig: Eva Ries unterstützt die Parents-for-Future-Bewegung und campt mit ihrer Familie viel lieber, statt Fernreisen zu unternehmen. Auf tierische Produkte und Verpackungsmüll verzichtet sie so weit wie möglich. Jess Penkhues arbeitete wie Nathan Kiner vorher bei Google in Dublin und engagierte sich dort für Projekte wie das »Women in Science Camp« oder den »Environment Day«. Sie kauft nachhaltig und plastikfrei ein, ernährt sich vegan und verzichtet wie Eva Ries auf Inlandsflüge.

Das neue Münchner Büro soll noch viel grüner werden

Jess Penkhues Recruiting Software Engineers

Vor allem zu den Geschäftsreisen gibt es bei den Greenglern Diskussionen. »Viele Kollegen fliegen lieber innerhalb Deutschlands, weil das WLAN in der Bahn so schlecht sein soll«, sagt Jess Penkhues. »Dabei hat man im Flieger meistens gar kein Internet. In der Bahn kann man viel entspannter arbeiten.« Eva Ries fuhr vor Kurzem mit dem Eurostar nach London. »Das war ein kleines Abenteuer«, sagt sie. Aber es war machbar. »Davon habe ich auch meinen Kollegen erzählt, um zu belegen, wie einfach es sein kann, kleine Dinge im Alltag zu ändern.«

Derzeit entsteht am Münchner Standort von Google ein weiteres Büro, in dem bis zu 1500 Menschen arbeiten werden. Jess Penkhues engagiert sich in einer grünen Initiative, die die Planer des neuen Standorts berät. »Das alte Büro hat nur auf dem Dach etwas Grün«, sagt Penkhues. »Der neue Standort soll noch viel grüner werden.«

Fotos: Angela Tam/Stocksy.com, Cavan/EyeEm, Carson Hsieh/EyeEm, Robert Kohlhuber/Stocksy.com; Portraits: Privat (2), Stefan Wieland/Google (1)

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