Engagement von A bis Z

Produkte, Programme, Partnerschaften: Wie Google Medienorganisationen mit Leser:innen, Zuschauer:innen und Hörer:innen zusammenbringt

Abonnements:

Über die Funktion »Subscribe with Google« können Leser:innen schnell und einfach digitale Verlagsinhalte abonnieren. Dafür reicht ein Google-Konto, eine weitere Registrierung ist nicht mehr nötig. Medienhäuser können so leichter Online-Abos generieren, die zu einer immer wichtigeren Einnahmequelle werden. Zu den ersten Partnern in Deutschland zählen der Tagesspiegel in Berlin oder auch die Rheinische Post aus Düsseldorf.

Big Data:

Datenjournalist:innen analysieren große Datenmengen, erkennen darin komplexe Zusammenhänge und erzählen spannende Geschichten. Um die Recherche und die Visualisierung von Daten zu erleichtern, stellt Google das »Journalist Studio« zur Verfügung. Dieses Angebot enthält unter anderem das Datenjournalismus-Tool »Flourish«. Damit können Journalist:innen zum Beispiel einfach und schnell die Sitzplatzverteilung im Parlament darstellen – und die Nutzer:innen erfassen die politischen Kräfteverhältnisse auf einen Blick.

Chancen:

Zusammen mit dem European Journalism Centre bietet Google Stipendien für junge Journalist:innen in 14 EU-Ländern an. Die Teil­nehmer:innen der Fellowships erhalten zehn Monate lang finanzielle Unterstützung und können in dieser Zeit an selbst gewählten Themen arbeiten. Ein Fellow entwickelte beispielsweise gemeinsam mit der FAZ-Redaktion ein datenjournalistisches Projekt zum Thema Mitgliedschaft in Parteien.

Digital Growth Programme:

Im Rahmen der >Google News Initiative startete im Juli 2020 in Deutschland und fünf weiteren europäischen Ländern das Digital Growth Programme. Das Trainings- und Mentoring-Programm richtet sich an kleine bis mittelgroße Lokal- und Regionalverlage, die digitale Angebote weiterentwickeln und das Onlinegeschäft ausbauen wollen. Interaktive Onlineworkshops behandeln Themen wie Leser:innenbindung und Einnahmestrategien. Die Teilnehmer:innen erhalten kostenlosen Zugang zu Tools wie »Realtime Content Insights«, mit dem sie Trends entdecken und analysieren können, welche Artikel beliebt sind. Durchgeführt werden die Trainings von externen Partnern wie Financial Times Strategies und dem Coaching- Programm »Table Stakes Europe« des weltweiten Zeitungsverlegerverbandes WAN-IFRA. goo.gle/digital-growth

Engagement seit 20 Jahren:

Seit Google 2001 das erste Büro in Deutschland eröffnete, sind Medienorganisationen unterschiedlicher Größe wichtige Partner. Ob Google-Suche, Werbetechnologie oder Google News: Deutsche Medienhäuser gehörten zu den Ersten, die diese Dienste für sich entdeckten und seitdem erfolgreich nutzen.

Faktenchecks:

Im Kampf gegen Desinformation arbeitet Google seit vielen Jahren mit externen Faktenchecker:innen zusammen. »Die Menschen nutzen unsere Dienste, weil sie nach relevanten Informationen suchen. Wir tun alles, damit sie auf unseren Plattformen Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen finden«, sagt Isabelle Sonnenfeld vom Google News Lab, das auch Onlinekurse zum Thema Faktenchecks anbietet.

Google News Initiative:

Die Google News Initiative startete 2018 als globaler Nachfolger der europaweiten Digital News Initiative von Google. Diese wurde 2015 als Netzwerk-Plattform von acht europäischen Verlagen, darunter der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Zeit, zusammen mit Google gegründet. Heute bündelt die Google News Initiative alle Programme, Projekte, Werkzeuge und Trainings zur Förderung von >Innovation und Geschäftsmodellen im Journalismus, darunter das >Digital Growth Programme und das Google News Lab, das neben der Arbeit mit Faktenchecker:innen auch alle Trainingsprogramme für Journalist:innen anbietet. Google kommt damit dem Wunsch aus der Branche nach, Medienhäuser bei der kosten- und zeitintensiven, nicht selten risikobehafteten digitalen Transformation (>Herausforderung) zu unterstützen. Inhaltliche Schwerpunkte der Partnerschaften sind aktuell >Monetarisierung, >Künstliche Intelligenz, der Kampf gegen Desinformation (>Faktenchecks) und der Einsatz von Cloud-Technologie.

Herausforderung:

Nie wurden Nachrichten so schnell erstellt, konsumiert und geteilt. Viele Medienhäuser sind noch auf der Suche nach einer langfristigen Finanzierungsstrategie, während der Strukturwandel durch die Digitalisierung und die Corona-Pandemie sie herausfordern: Online-Umsätze wachsen, können aber die wegfallenden Print-Umsätze nicht ausgleichen. Zugleich steigt das Informationsbedürfnis der Menschen. »Das hat die Verlage darin bestärkt, noch mehr digital und mit innovativen Methoden zu arbeiten«, erklärt Gerrit Rabenstein von der >Google News Initiative. »Viele Medienhäuser greifen auch auf unsere Produkte und Programme zurück, um die Herausforderungen der Gegenwart besser zu bewältigen, beispielsweise die der >Monetarisierung.«

Innovation:

Im Rahmen der >Google News Initiative unterstützt Google Medienhäuser bei journalistischen Experimenten und Projekten mit neuen Technologien wie Virtual Reality und >Künstliche Intelligenz – finanziell und in Form von Workshops und Netzwerkmöglichkeiten. Zudem zeichnet Google gemeinsam mit Medienpartnern auch Wegbereiter:innen von Innovation jenseits des Journalismus aus: 2020 riefen die Süddeutsche Zeitung und Google dafür gemeinsam den »Aufbruch Award« ins Leben. aufbruch.sz.de

Journalistische Unabhängigkeit:

Durch Programme wie die >Google News Initiative entstehen keine Abhängigkeiten für die teilnehmenden Organisationen. In die Entscheidung über Förderungen bezieht Google externe Beiräte mit ein (>Transparenz). Für die Bewilligung finanzieller Unterstützung ist es irrelevant, ob beim jeweiligen Projekt Google-Produkte zum Einsatz kommen.

Künstliche Intelligenz (KI):

»In praktisch allen Google-Diensten kommt heute KI zum Einsatz«, sagt Gerrit Rabenstein von der >Google News Initiative. Das prominenteste Beispiel ist der Google Übersetzer, aber auch die Erkennung von Inhalten auf YouTube und Trends in der Google-Suche basieren auf KI – ebenso viele weitere Tools, die Journalist:innen für die Recherche oder Umsetzung von Themen nutzen. Mit »Pinpoint« etwa recherchieren Journalist:innen bequem in großen Mengen an Dokumenten, weil das Programm die am häufigsten erwähnten Personen, Orte und Plätze identifiziert und hervorhebt. Im Rahmen des internationalen Projektes »JournalismAI« bietet die >Google News Initiative Trainings zum Thema KI im Journalismus an und initiiert den Austausch von Journalist:innen und Verlagen zu neuen KI-Anwendungen.

Lokaljournalismus:

Google unterstützt unter anderem mit dem >Digital Growth Programme Regional- und Lokalzeitungen beim digitalen Wandel. Ein globaler Hilfsfonds für Journalismus fördert gezielt kleine und mittelständische Medienunternehmen während der Corona-Pandemie. In Deutschland wurden 2020 aus diesem Fonds insgesamt 364 000 Euro an 37 Unternehmen ausgezahlt.

Monetarisierung:

Viele Medienhäuser setzen Technologie wie die »Google Marketing Platform« zum Verkauf digitaler Werbung auf ihren Websites ein. Immer mehr Medien nutzen zudem Angebote, mit denen die Leser schnell und unkompliziert ihre Online->Abonnements abschließen und verwalten können, wie etwa »Subscribe with Google«. Außerdem unterstützt die >Google News Initiative innovative Ansätze zum Verkauf von Medieninhalten wie zum Beispiel den der in Berlin gegründeten Plattform »Steady«, über die Websites ihre Inhalte verkaufen können.

News Showcase:

Im Rahmen von Google News Showcase, dem bisher größten und ehrgeizigsten Projekt zur Unterstützung von Verlagen, erwirbt Google Lizenzen für besondere redaktionelle Inhalte und bezahlt Verlage somit für die Nutzung dieser Inhalte. Die Artikel werden unter anderem in Google News und in der Google-Suche angezeigt. Dadurch vergrößern Nachrichtenanbieter ihre Reichweite. Mehr als 20 Medienhäuser mit 50 Publikationen in Deutschland nehmen derzeit teil, unter anderem Frankfurter Allgemeine Zeitung, Focus Online, Spiegel und Süddeutsche Zeitung, aber auch viele Lokalzeitungen wie die Heidenheimer Zeitung oder die Ruhr Nachrichten.

Online-Tools:

Von der >Recherche bis zur Umsetzung und Visualisierung nutzen viele Journalist:innen täglich Google-Dienste, viele davon kostenlos. Google bietet regelmäßig spezielle Trainings für Journalisten an, zum Beispiel zum Thema »Storytelling mit Google Earth«, zur umgekehrten Bildersuche, zum Fact Check Explorer oder zu Google Trends. Viele Journalist:innen profitieren zudem im Berufsalltag von Diensten wie Google Meet für Videokonferenzen oder Google Drive für gemeinsames Arbeiten.

Partnerschaften:

Google sieht sich seit der Gründung als Partner der Verlage, Fernseh- und Radiosender, Journalist:innen und anderen, die professionell Nachrichten aufbereiten. »Wir profitieren davon, wenn der Journalismus floriert und mehr Menschen Nachrichten suchen und lesen«, sagt Gerrit Rabenstein von der >Google News Initiative. »Wir sind nur erfolgreich, wenn unsere Partner es auch sind.« Deshalb arbeitet Google mit der Branche daran, neue Technologien und Geschäftsmodelle zu entwickeln. Zu den Partnern in Deutschland zählen Medienhäuser unterschiedlicher Größe – von der Lokalzeitung bis zur überregionalen Tageszeitung.

Qualität:

Auch bei Nachrichteninhalten erwarten Nutzer:innen der Google-Suche qualitativ hochwertige Ergebnisse. Google geht darauf unter anderem ein, indem journalistische Beiträge in der Google-Suche hervorgehoben werden, die ein bestimmtes Thema aufgedeckt oder eine wichtige Nachricht als Erste verbreitet haben.

Recherche:

Nicht nur die klassische Google-Suche erleichtert Journalist:innen täglich die Recherchearbeit, sondern eine Vielzahl an Google-Tools: Mit der umgekehrten Bildersuche lassen sich dem Ursprungsbild ähnliche Bilder finden und verifizieren. Google Books bietet Zugang zu mehr als 40 Millionen Büchern. Mit Google Scholar lässt sich in wissenschaftlichen Dokumenten recherchieren. Der Google Übersetzer erleichtert die Recherche in fremdsprachigen Texten. Recherche-Input liefern auch die Videoplattform >YouTube und die Echtzeit-Suchdaten in Google Trends. Mit Google Umfragen kann man eigene Daten erheben. Mehr Infos unter journaliststudio.google.com.

Sicherheit:

Die >Google News Initiative bietet Onlinekurse zu Sicherheitsthemen an, weil Journalist:innen und Verlagsmitarbeiter:innen einem erhöhten Risiko für Online-Angriffe ausgesetzt sind. Mit dem Erweiterten Sicherheitsprogramm können sie sich besser vor unbefugten Zugriffen auf ihr Google-Konto schützen. Der Passwort-Check im Chrome-Browser zeigt an, ob einzelne Passwörter nach Information von Google gehackt wurden.

Transparenz:

Google publiziert Berichte über die Projekte, die im Rahmen der >Google News Initiative gefördert werden. »Wir freuen uns, wenn die Unternehmen ihre Projekte mit anderen teilen, um Innovationen in der ganzen Branche voranzutreiben«, sagt Gerrit Rabenstein. Auch die Ausschreibungskriterien sind öffentlich einsehbar und wurden mit externen Beiräten entwickelt, unter anderem mit Vertreter:innen von Journalistenverbänden.

Urheberrecht:

Ob Text, Bild, Musik oder Video: Wer Inhalte produziert oder besitzt, soll entlohnt werden, wenn andere diese nutzen. Deshalb investieren Google und YouTube in großem Umfang in Technologien, um Rechteinhaber beim Schutz ihrer Rechte und der Monetarisierung der Inhalte zu unterstützen. Ein Beispiel ist Google >News Showcase, in dessen Rahmen Google viele deutsche Verlage für die Präsentation von Medieninhalten bezahlt.

Vielfalt:

In Sachen Diversität haben die Medienhäuser in Deutschland Nachholbedarf, zeigte 2020 eine Studie der Neuen deutschen Medienmacher:innen (NdM) und der Technischen Hochschule Köln mit finanzieller Unterstützung der >Google News Initiative. Nur sechs Prozent der befragten Chefredakteur:innen haben einen Migrationshintergrund. Je homogener Redaktionsteams und Chefetagen sind, desto weniger werden unterschiedliche Perspektiven abgebildet. In Zusammenarbeit mit den NdM setzt sich Google für Diversität und inklusive Berichterstattung sowie mehr Sichtbarkeit unterrepräsentierter Gruppen ein.

Weiterbildung:

Google unterstützt die Medienbranche mit Trainings für Journalist:innen, Redaktionen und Verlagsmanager:innen im Rahmen der >Google News Initiative. Programme wie >Digital Growth Programme, Google News Lab, News Consumer Insights oder Realtime Content Insight helfen Medienschaffenden dabei, die digitalen Potenziale im Journalismus auszuschöpfen.

X-mal:

»Nutzer:innen auf der ganzen Welt finden über Google-Dienste Nachrichten, die sie interessieren«, sagt Gerrit Rabenstein. Allein die Google-Suche bringt weltweit jeden Monat 24 Milliarden weitergeleitete Besuche auf News-Seiten, allein acht Milliarden davon auf europäische Seiten. Für die Anbieter ist jeder dieser Klicks bares Geld wert. Mehr Leser:innen gewinnen Medien auch mit der Nachrichtensuchmaschine Google News.

YouTube:

Videos gewinnen als Informationsmedien immer mehr an Bedeutung. Allein auf YouTube werden jede Minute 500 Stunden Inhalt hochgeladen. Auch Nachrichten-Videos werden auf News-Seiten, in Mediatheken und immer häufiger auf YouTube geschaut. Medienhäusern bietet YouTube den »YouTube Player for Publishers« an, den sie auf ihren Webseiten einbetten und anpassen können. 2019 trug YouTube laut Oxford Economics 775 Millionen Euro zum Bruttoinlandsprodukt in Deutschland bei, rund 25 000 Vollzeitarbeitsplätze sind mit dem »Ökosystem YouTube« verknüpft.

Zahlen:

Im Rahmen der Digital News Initiative hat Google innerhalb von drei Jahren in Europa 150 Millionen Euro Fördergelder vergeben, für die globale Google News Initiative weitere 300 Millionen Dollar. Rund drei Viertel der geförderten Projekte der Digital News Initiative stammten von Start-ups oder kleineren Verlagen. 2020 wurden zusätzlich Corona-Soforthilfen für kleinere Nachrichtenanbieter zur Verfügung gestellt. Für Google >News Showcase wird Google innerhalb von drei Jahren weltweit eine Milliarde Dollar in Lizenzen investieren.

Illustrationen: Silke Werzinger

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